Fast wie der erste Weihnachtsmarkt der Region

Fast wie der erste Weihnachtsmarkt der Region

Kompass Leben e.V. freut sich über volles Haus zum Tag der offenen Tür in Herbstein

HERBSTEIN (pm). Ein bisschen ist es so, als wäre der Tag der offenen Tür der Herbsteiner Werkstatt von Kompass Leben e.V. der erste Weihnachtsmarkt der Region und ein Anlass, auf den alle Menschen rundherum nur gewartet hätten. Am vergangenen Sonntag fand er statt und gemeinsam mit den Veranstaltern und Mitarbeitern freuten sich zahllose Gäste über einen gelungen Tag mit vielen schönen Dingen, feinem Essen und ganz viel Einblick in die Werkstatt, die zahlreichen Menschen mit Behinderung Arbeit gibt und somit Teilhabe an einem wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens.

Schon der Eingangsbereich lud ein in ein kleines Weihnachtsland. Ein gemütliches Sofa, eine winterliche Landschaft – da war es kein Wunder, dass die Verantwortlichen Katja Diehl und Frank Haberzettl vom Vorstand sowie Udo Czerwinka von der Werkstattleitung mit dem wunderbaren Herbstwetter um die Wette strahlten. Direkt um die Ecke konnten die Besucher das erste Highlight entdecken: Eine ergonomisch geformte Wellnessliege für den Außenbereich – wie viele andere schöne Stücke eine kreative Leistung der Holzwerkstatt, deren andere Erzeugnisse – vom Obstregal über das Futterhäuschen bis hin zu Tischen und Bänken große Aufmerksamkeit auf sich zogen. Selbstverständlich hatten die fleißigen Holzarbeiter auch viel weihnachtliche Dekoration im Angebot.

Diese stand ohnehin im Vordergrund: Kein Werkstattraum, in dem man nicht kleine und große Stücke zum Dekorieren oder Verschenken hätte entdecken können. Liebevoll dekoriert, teilweise schon schön verpackt und von den Menschen mit Behinderung und ihren Betreuern professionell und mit viel Liebe angeboten, fanden sie schnell Abnehmer unter den vielen Gästen, sodass die Gestecke und Gartenaccessoires, die Kerzenständer und Kissenbezüge, die getöpferte Ware und die Spielsachen, der köstliche Honig und das feine Konfekt schon am frühen Nachmittag rapide abgenommen hatten. Sehr zur Freude der Anbieter übrigens, die nicht nur stolz waren, mit ihren Erzeugnissen so zu begeistern, sondern die sich auch sichtlich freuten, ihre Werkstatt einem interessierten Publikum zu zeigen. Besonders in den Bereichen der Metall- und Holzwerkstatt gab es hier einiges zu sehen: Es wurde Probe gearbeitet und die Gäste konnten sich einen Eindruck davon verschaffen, welche Stücke die Werkstatt für Menschen mit Behinderung für Firmen in der Region fertigt und wie gut die Zusammenarbeit mit diesen ist. „Wir sind sehr darüber erfreut, dass wir als verlässlicher Partner bei den Unternehmen aus dem Vogelsberg und den angrenzenden Regionen anerkannt sind, dass sie die Qualität unserer Arbeit schätzen und somit auch ihren Beitrag zur Teilhabe und Inklusion erbringen“, sagte Udo Czerwinka während eines Werkstattrundgangs.

Zu einem gelungenen Tag gehört stets auch ein gelungenes Essen. Und davon gab es viel und köstlich: Im Außenbereich zog Bratwurstduft die Menschen an, die sich – nachdem die Grillsaison nun doch schon einige Tage vorbei ist – wieder sehr auf den rustikalen Genuss vom Grill freuten. In der Werkstatt selbst steht das kulinarische Angebot jedes Jahr unter einem neuen Motto. Dieses Mal stand die Iberische Halbinsel Pate und so konnten sich die Gäste in der eigens eingerichteten Bodega über so köstliche Dinge wie Zucchiniröllchen mit Schafskäsefüllung oder Churros mit warmer Schokoladensoße freuen. Neben der Vielfalt des Geschenke- und somit auch des Werkstattangebots konnte hier auch die hauswirtschaftliche Abteilung ihr Können zeigen. Dazu hatten die Beschäftigten auch in der Werkstattkantine Gelegenheit, denn die war den ganzen Tag über brechend voll: Ein reichhaltiges Kuchenbüffet, leckere Crêpes, duftender Kaffee und heiße Schokolade luden zum Verweilen und Genießen ein.

Natürlich war auch für die jungen Gäste gesorgt: Ein Indoor-Kinderkarussell für die ganz Kleinen stand bereit, eine Popcornmaschine spuckte den ganzen Tag ihre süße Köstlichkeit aus, und an verschiedenen Stellen gab es Angebote zum Malen und Kreativsein. Highlight der Kinderunterhaltung waren die Auftritte von Clown Fridolin, der dem einen oder anderen Werkstattinsider sicherlich bekannt vorkam.

Am Ende des Tages zeigten sich alle sehr zufrieden: Die Besucher, die viele schöne Stücke und noch mehr Anregungen mit nachhause nehmen konnten, die Organisatoren von der Werkstatt, deren viele Vorarbeit durch die gute Resonanz mehr als belohnt worden war, und die Menschen mit Behinderung, die sich an diesem Tag ganz besonders gesehen und geschätzt sahen.

Fotos: Maximilian Fischer

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