Presse

Neue Kooperation zwischen Saunalux und Kompass Leben

Bereits nach drei Wochen sind die Erwartungen übertroffen

Grebenhain/Herbstein. Ein Bericht Mitte Mai im HR Fernsehen über die Firma Saunalux im Grebenhainer Ortsteil Nösberts-Weidmoos brachte den „Stein ins Rollen“. Dabei wurde auch auf die Suche nach Mitarbeitern wegen der hohe Auftragslage auf Grund der Corona Pandemie und dadurch bedingten längeren Wartezeiten bis zur Lieferung einer Sauna hingewiesen. Der Bericht war Anregung für „Kompass Leben“ in Herbstein zur Verbindungsaufnahme mit Saunalux Prokuristin Isabell Wißner zwecks einer Kooperation.

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Impfmarathon: Kompass Leben krempelt die Ärmel hoch

Kompass Leben e.V. impft vor Ort in Werkstätten und Wohneinrichtungen: 248 Personen erstmals geimpft

Auch für sie ist seit einem Jahr Ausnahmezustand: Die Menschen, die in den Einrichtungen von Kompass Leben e.V. leben und arbeiten, mussten wie alle anderen ihren Alltag den Anforderungen der Pandemie unterordnen. Nicht immer war das leicht, zumal während des ersten Lockdowns die Werkstätten geschlossen und die Wohneinrichtungen für Besucher geschlossen wurden. Mit der Zeit haben Werkstatt- und Einrichtungsleitung Konzepte entwickelt, die einen Lebens- und Arbeitsalltag unter Coronabedingungen ermöglichen. Dazu gehören regelmäßige Tests sowohl bei den Klienten als auch dem Betreuungspersonal. Auch das Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln ist Teil des Alltags geworden. Für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, wie sie unter dem Dach des sozialen Dienstleisters leben und arbeiten, nicht immer leicht, dennoch: „Wir können bisher nur den Hut davor ziehen, wie gut unsere Klienten die ganze Last mittragen“, so die Vorstandsvorsitzende Katja Diehl, „von unserem Betreuungspersonal ganz zu schweigen – sie alle haben eine Menge geleistet und tun es noch.“

Doch nun gibt es einen Lichtstreif am Horizont: Es wird geimpft in den Alsfelder und Herbsteiner Häusern – der erste Durchlauf wurde bereits beendet und 248 Menschen haben ihre erste Dosis zum Schutz vor einer Corona-Infektion erhalten. Organisiert wurde das Ganze von einem Team von Kompass Leben e.V. in Kooperation mit dem Impfzentrum Alsfeld und der City Ambulanz Alsfeld, die die Dokumente prüft und die Impfnachweise erstellt, sowie den impfenden Hausarztteams vor Ort. Isabelle Konle, Teilhabecoach im Haus am Michelsbach in Herbstein, berichtet davon, wie aufwändig die Aktion in einer Einrichtung wie Kompass Leben e.V. ist: „Viele unserer Klienten haben gesundheitliche Einschränkungen, daher ist eine gute Anamnese wichtig“, erläutert sie und zeigt sich sehr erleichtert, dass mit den impfenden Hausärzten genau diejenigen vor Ort sind, die die Menschen ohnehin schon kennen: „So ist auf jeden Fall das Vertrauen groß, denn einige von ihnen haben natürlich auch ein wenig Angst vor der Impfung.“ Insgesamt aber stellen Konle und ihre Kolleginnen und Kollegen fest, dass auch die Klienten die Notwendigkeit des Impfens verstehen, nicht zuletzt, weil ihr Alltag seit einem Jahr ohnehin von der Pandemie bestimmt ist. „Mit zu den Vorbereitungen gehörten auch Gespräche mit den gesetzlichen Betreuern unserer Klienten, denn diese müssen der Impfung ja auch zustimmen.“ Und so ist es eine Menge Papierkram, den es im Vorfeld eines jeden Impfdurchgangs zu erledigen gibt und den Sascha Diederich, Einrichtungsleiter im Haus am Michelsbach, und Verwaltungsfachkraft Martin Volz als Verantwortliche am Eingang zum hausinternen Impfzentrum überprüfen müssen. Ein großer Multifunktionsraum unterm Dach wurde hierfür hergerichtet. Hier sitzt auch das Team der City-Ambulanz mit seinem Equipment und hier haben die Hausarztteams kleine, abgeteilte Kojen zum Impfen, denen sich ein Wartebereich anschließt, in dem die frisch Geimpften die obligatorische Viertelstunde warten müssen. Menschen mit Einschränkungen werden hier fürsorglich begleitet, bis sie den Raum wieder verlassen können. Zur Logistik des Impfens bei Kompass Leben e.V. gehörte auch das sinnvolle Einteilen von Impfgruppen an jeweils zwei Tagen. „Um das Risiko von Ausfällen aufgrund von Beschwerden nach der Impfung zu verteilen, haben wir die Gruppen so aufgeteilt, dass wir auch bei einer bestimmten Ausfallquote noch genug Personal hätten, um arbeitsfähig zu bleiben und uns auch um eventuell betroffene Bewohner zu kümmern“; führt Isabelle Konle aus.

Denn nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohneinrichtungen von Kompass Leben werden geimpft, auch alle Personen aus dem Betreuerstab sind berechtigt und willens. Tim Hansel, der aktuell eine Ausbildung zum Erzieher macht und als Gruppengehilfe arbeitet, freut sich, „dass der Tag endlich gekommen ist.“ Wie alle Menschen hofft er mit dem Impfschutz auf ein wenig Normalität und auch auf Erleichterungen: Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden derzeit täglich getestet – ein großer Aufwand, nicht nur für den Arbeitgeber, sondern auch kein wirklicher Spaß für das Personal. Und Tim Hansel hat noch einen Grund, sich impfen zu lassen: „Außerdem tragen wir alle Verantwortung füreinander, daher sollte man sich unbedingt impfen lassen“, findet der 35-jährige Herbsteiner, der damit nicht nur die Corona-Impfung meint, sondern auch weitere Impfungen miteinschließt. Sprach’s, krempelte die Ärmel hoch und ließ sich piksen – sowie weitere 64 Menschen an diesem Tag, die bald wieder sicherer durch ihr Leben und das von anderen gehen werden.

 

Fotos: Schlitt & Grünewald

  • Kompass Leben e.V.

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Selbstbestimmtes Wohnen als zentrales Element von Inklusion leben

Ambulant Betreutes Bewohnen von Kompass Leben e.V. bezieht neue Räume in Herbstein – Angebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf im ganzen Vogelsberg

Seit Anfang des Jahres ist es wieder mit Leben gefüllt – das Doppelhaus an der Herbsteiner Hessenstraße, zentral gelegen und mit frisch renovierten Wohnungen. Eingezogen sind bisher sieben Personen – Menschen mit Unterstützungsbedarf, die hier im Rahmen des Ambulant Betreuten Wohnens (ABW) des sozialen Dienstleisters Kompass Leben e.V. selbstbestimmt wohnen und leben können. Mit im Haus befindet sich ein geräumiges Büro, hier steht das ABW-Team zur Beratung von Interessenten, aber auch für die Koordinierung der Begleitung von Klienten zur Verfügung. Das Ambulant Betreute Wohnen bietet den Menschen Begleitung zu einem selbstbestimmten Leben, dabei soll eine eigenständige Lebensführung, soziale Eingliederung und die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und erhalten bleiben. Ziele sind u.a. eine möglichst selbstständige Lebensführung und weitestgehende Unabhängigkeit von Betreuung zu gewährleisten.

„Je nach Bedarf der Menschen, die unser Angebot nutzen, ist das Unterstützung bei der Alltagsplanung, Erhaltung bzw. Verbesserung von Mobilität und Orientierung, Bewältigung von behinderungs-, alters- und krankheitsbedingten Abbauprozessen, Stabilisierung der physischen und psychischen Gesundheit oder bei bürokratischen Angelegenheiten“, erläutert Isabell Linn. Als Teilhabecoach ist sie verantwortlich für Koordinierung, Steuerung und das Umsetzen der Teilhabeplanung der Klienten. Auch Begleitung bei Freizeitaktivitäten ist mit im Portfolio des Ambulant Betreuten Wohnens. Hinter all dem steckt der Ansatz „Mensch im Mittelpunkt“, den Kompass Leben e.V. schon lange auf allen Ebenen seines Angebotes verfolgt. „Unsere Klienten und ihre Vorstellungen bleiben im Fokus unseres Denkens“, führt Linn aus, „ihre Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit hat oberste Priorität.“ Umso wichtiger war es für Kompass Leben e.V., mit diesem Haus vielen Wünschen von Menschen mit Unterstützungsbedarf gerecht zu werden: Das Haus in der Hessenstraße bietet fünf Wohnungen; Platz für Wohngemeinschaften, für Paare und Singles. Durch die zentrale Lage mitten in Herbstein werden fußläufige Wege zum Einkaufen und zu anderen Anlaufstellen erleichtert – ein großes Thema für Menschen mit Einschränkungen, wie Isabell Linn weiß: „In den Ortskernen der meisten Städte gibt es zu wenige Wohnangebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf, dabei würde gerade ein solches zentrales Angebot sehr zur selbstständigen Lebensführung beitragen.“ Sie bedauert, dass viele Vermieter noch nicht bereit sind, bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit verschiedenen Behinderungen anzubieten. „Wir möchten auf lokaler und regionaler Ebene Strukturen schaffen, deren Basis ein gemeinsames Verständnis von Inklusion ist und auf der man Maßnahmen planen und organisieren kann, die es Menschen ungeachtet ihrer Einschränkung ermöglichen, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, ihre sozialen Beziehungen ohne Barrieren zu pflegen und an der Gesellschaft teilzuhaben“, so Linn zur Intension von Kompass Leben e.V. Der Dienstleister ist daher bestrebt, seinen Klienten diesen Wohnraum zur Verfügung zu stellen – in Herbstein ist dies mit der Immobilie an der Hessenstraße gelungen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Einzelwohnungen, auch unter Eigenregie der Bewohnerinnen und Bewohner, im ganzen Vogelsberg. In der zweiten Etage des Hauses in Herbstein wohnen Christiane Trabandt und Uwe Schott. Das Paar freut sich sehr über die moderne Ausstattung der Wohnung, die ihnen gleichzeitig genug Platz für eigene Möbel und individuelle Gestaltung lässt. Sie sind als erste eingezogen und wollen – so Christiane Trabandt – „nie wieder ausziehen“.

Das Angebot Ambulant Betreutes Wohnen richtet sich an erwachsene Menschen mit vorrangig geistiger und/oder körperlicher Behinderung sowie seelischen Beeinträchtigungen. Sozialpädagogen, pädagogische Fach- und Assistenzkräfte unterstützen die Klienten durch individuell vereinbarte Teilhabe- und Assistenzleistungen bei einer selbstbestimmten Lebensführung. Gerne steht Frau Isabell Linn für Informationen und Beratung rund um das Thema Betreutes Wohnen zur Verfügung. (Telefon: 06631 91182-222, Mail: i.linn@kompassleben.de).

 

Fotos: Schlitt

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Unterstützte Beschäftigung als Ausdruck inklusiven Arbeitens

Individuelle Orientierung und Qualifizierung über Campus von Kompass Leben e.V.

Erwerbstätigkeit ist mehr als nur Broterwerb und Beschäftigtsein: Sie ist ein Wert an sich, da sie es den Menschen ermöglicht, eine als sinnvoll und interessant empfundene Arbeit zu verrichten, Kontakte mit anderen Menschen herzustellen und zu pflegen oder auch einfach den Tag sinnvoll zu strukturieren. Darüber hinaus ist auch das individuelle Selbstwertgefühl mit dem ausgeübten Beruf verbunden, hinzu kommt neben der sozialen Komponente das gesellschaftliche Ansehen des Einzelnen. All diese Dinge gelten auch für Menschen, die aufgrund kognitiver, physischer oder psychischer Probleme für den so genannten ersten Arbeitsmarkt ungeeignet scheinen. Genau sie dort zu integrieren, diesen Arbeitsmarkt also inklusiver zu machen, ist eine Aufgabe des Bereichs „Unterstützte Beschäftigung“ des sozialen Dienstleisters Kompass Leben e.V.

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Wie Einrichtungen für Menschen mit Behinderung mit Corona umgehen – Vorstandsvorsitzende Katja Diehl im Gespräch mit Oberhessen-live.de

„Wir werden auch noch ein Stückchen länger durchhalten“

VOGELSBERG (ls). Es sind die Kitas, Schulen und der Einzelhandel, die meist im Fokus stehen, wenn über die Corona-Regeln gesprochen wird – und natürlich die Altenheime. Wohneinrichtungen oder aber Werkstätten für behinderte Menschen fallen in der Diskussion oft hinten runter. Wie wird dort mit der Pandemie umgegangen? Ein Gespräch mit Katja Diehl von Kompass Leben e.V..

„Herausforderung“, das ist das Wort, was für Katja Diehl, die letzten Monate – oder besser gesagt das ganze letzte Jahr – am besten beschreibt. Die Vorstandsvorsitzende des sozialen Dienstleisters Kompass Leben atmet am Telefon tief ein und schweigt für einen kurzen Moment, als würde sie ihre Gedanken sammeln wollen. „Ja, es war eine besondere Herausforderung, gerade am Anfang“, fasst sie ihren ersten Gedanken nochmal nach. Eine Herausforderung, die sowohl emotional, psychisch wie auch organisatorisch belastend war, besonders in der Anfangszeit der Pandemie.

In der zweiten Märzhälfte wurde nämlich auch ein Betretungsverbot für Werkstätten für Menschen mit Behinderung ausgesprochen, das Anfang Juli wieder aufgehoben wurde. Über drei Monate lang waren die Werkstätten geschlossen. „Da gab es sehr viel, was wir organisatorisch zu erledigen hatten. Die Menschen mussten informiert und aufgeklärt werden. Die Bewohner in unseren Wohneinrichtungen wurden dort auch tagsüber betreut und die Klienten die zu Hause bleiben mussten, erhielten von uns alternative Betreuungsangebote. Auch eine Notfallbetreuung vor Ort wurde etabliert.“, sagt Diehl. Rückblickend habe das alles sehr gut geklappt. Als dann wieder geöffnet werden durfte, musste zunächst ein Hygiene- und Schutzkonzept aufgestellt und immer wieder den neu aufgestellten Bestimmungen des Landes angepasst werden – in den Werkstätten, aber auch in den Tagesbetreuungen und Wohneinrichtungen.

Zahlreiche Maßnahmen wurden vorzeitig getroffen

Seither werden in den Werkstätten Masken getragen, Abstände müssen eingehalten werden, Trennwände wurden aufgebaut, Lüftungsgeräte angeschafft, regelmäßig wird in den einzelnen Räumen zusätzlich gelüftet und Räumlichkeiten wurden erweitert. Seit Mitte Dezember werden auch regelmäßige Schnelltests bei den Bewohnern, Werkstattmitarbeitern und Beschäftigten durchgeführt.

„Wir haben früh angefangen, hier die Abläufe zu optimieren bis dahingehend, dass das komplette Betreuungspersonal FFP2-Masken trägt. Alles, was wir tun können, um Kontakt zu reduzieren und Abstände einzuhalten, haben wir versucht, so früh wie möglich umzusetzen“, erklärt Diehl. Wie schwer ist es, all diese Regeln Menschen mit einer geistigen Behinderung zu erklären? „Tatsächlich ist es, nach eine gewissen Anleitungs- und Übungsphase, ganz einfach und viele unserer Klienten verstehen sehr gut, an welche Regeln sie sich halten müssen und warum das so ist. Sie sind da alle sehr rücksichtsvoll und sehr darauf bedacht, alles richtig zu machen. Auch mit Besuchern beispielsweise haben wir keine negativen Erfahrungen gemacht“, sagt Diehl.

Ganz verschont von dem Virus ist man aber auch bei Kompass Leben nicht geblieben, vereinzelt sei es zu Infektionen gekommen. „Das sind glücklicherweise regionale Ausbrüche mit einzelnen Ansteckungen“, berichtet sie. In den Wohneinrichtungen habe man schon frühzeitig damit begonnen, Quarantänestationen in Absprache mit dem Vogelsberger Gesundheitsamt einzurichten, sollte es zu Ausbrüchen kommen. „Ich bin da sehr dankbar, dass wir hier im Kreis in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt so viel Unterstützung erhalten haben und nicht alleine kämpfen mussten“, blickt Diehl zurück. Regional sei man in dieser Situation nicht vergessen worden, das sei ein schönes und wichtiges Signal.

Katja Diehl: „Hier mit einem Fairness-Gedanken ranzugehen ist schwierig“

In der Impfstrategie des Landes hingegen sind weder Betreuungs- und Pflegekräfte der Wohneinrichtungen und Menschen mit Behinderung in der ersten Stufe mit der höchsten Priorität bedacht worden. Sie finden sich in Stufe zwei wieder. In der ersten Stufe sind Mitarbeiter aus Kliniken, Altenpflegeheimen und Menschen über 80 Jahre. Katja Diehl hat dafür Verständnis. „Hier mit einem Fairness-Gedanken ranzugehen ist schwierig. Ich denke, man hat versucht genau abzuwägen und überhaupt eine Priorisierung zu schaffen war sicherlich eine Mammutaufgabe, die meiner Meinung nach gut gelungen ist“, sagt sie.

Ende Dezember sind in Deutschland die Corona-Impfungen gestartet. 97.061 Menschen wurden – so der aktuelle Stand laut Robert-Koch-Institut – seither in Hessen geimpft, 26.445 Menschen haben sogar schon die zweite Impfung bekommen, haben dementsprechend den vollen Impfschutz.

In der Situation, in der Deutschland zu diesem Zeitpunkt gesteckt habe, sei es wichtig gewesen zu schauen, wo die meisten Ansteckungen stattfinden würden – und wo die Auswirkungen des Virus für schwere Krankheitsverläufe sorgen. Natürlich gebe es auch bei Kompass Leben viel kontaktintensive Pflegearbeit in den Einrichtungen – doch liege der Hauptfokus darauf, die Fähigkeiten der betreuten Menschen zu stärken, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Impfstart bringt gewohnten Alltag näher

Auch wenn die Menschen bei Kompass Leben e.V. noch nicht mit der Impfung selbst an der Reihe sind, möchte Kompass Leben vorbereitet sein. „Um bei einer möglichen Impfung vor Ort in den Einrichtungen schnell und flexibel handeln zu können, ist es wichtig, dass alle Klienten sowie ggf. deren gesetzliche Betreuer aber auch das Betreuungspersonal über die Impfung schriftlich informiert und aufgeklärt wurden, ihren Willen für oder gegen eine Impfung erklären sowie  die Meldungen dann entsprechend an das mobile Impfteam weitergeben werden, u.v.m. “, sagt die Vorstandsvorsitzende.

Schön wäre es zwar gewesen, schon in der ersten Prioritätsstufe berücksichtigt zu werden, das hätte zur Entlastung der Situation beigetragen, es falle krankheitsbedingt immer wieder Personal aus. „Durch die unermüdliche Einsatzbereitschaft unseres Betreuungspersonals und den sehr guten Zusammenhalt bin ich jedoch sehr zuversichtlich, dass wir auch noch ein Stückchen länger durchhalten.“, erklärt Diehl zuversichtlich. Der Impfstoff, da ist sich Diehl sicher, sei neben den verschärften Corona-Maßnahmen ein guter Schritt, der den gewohnten Alltag ein bisschen näherbringt.

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Dahin spenden, wo es direkt ankommt,in der Region bleibt und Gutes bewirkt

Domaschka GmbH & Co.KG spendet 1.000 Euro an Kompass Leben e.V.

Mit einem großen Scheck erschienen vor wenigen Tagen Holger und Lukas Domaschka bei Katja Diehl, der Vorstandsvorsitzenden von Kompass Leben e.V., am Verwaltungssitz des Sozialen Dienstleisters in Herbstein. Auf Weihnachtsgeschenke für die Kunden hatte das traditionsreiche Lauterbacher Dachdecker-Unternehmen in diesem Jahr verzichtet. READ MORE

Geschenke voller Freude und voller Originale

Regionalladen Markt 12 bietet nachhaltige Geschenkideen – nicht nur zum Fest

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